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Börse

Die Börse ist ein staatlich genehmigter und organisierter Markt, auf dem Wertpapiere, Devisen und Waren gehandelt werden, die nicht im Börsenraum körperlich vorhanden sind.

Die jeweiligen Preise (Kurse) ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und werden von Kursmaklern festgestellt.

Seit Anfang 1999 werden die Kurse von Aktien in Euro notiert. Die Abwicklung der Kaufs- und Verkaufsaufträge kann entweder in den Börsenräumen selbst oder durch voll elektronische computergestützte Börsenhandelssysteme erfolgen.

Letztere nehmen im Börsenhandel einen immer größeren Stellenwert ein, so z. B. das Computerhandelssystem XETRA der Frankfurter Börse.

Börsen & Börsensegmente im Detail

In Deutschland gibt es insgesamt vier Börsensegmente, in denen der Handel mit Wertpapieren erfolgen kann:

  1. Der amtliche Handel, für die so genannten amtlich notierten Papiere. Für sie gelten die strengsten Zulassungsanforderungen, so müssen z.B. die ausgebenden Unternehmen ein Mindestalter von drei Jahren und ein Ausgabevolumen oder Eigenkapital von mindestens 1,25 Millionen Euro aufweisen sowie bestimmten regelmäßigen Veröffentlichungspflichten nachkommen.
  2. Der geregelte Markt, dessen Zulassungskriterien weniger streng als die des amtlichen Handels sind. Die Papiere des geregelten Marktes müssen ein Ausgabevolumen von mindestens 250.000 Euro (Nennbetrag) umfassen. In Bezug auf die Veröffentlichung von Unternehmensdaten werden geringere Anforderungen gestellt.
  3. Der Freiverkehr für Wertpapiere, die nicht zum amtlichen Handel oder geregelten Markt zugelassen sind. Hier werden überwiegend ausländische Aktien und Optionsscheine gehandelt. Für die Unternehmen bestehen nur geringe formale Zulassungsvoraussetzungen.
  4. Der Neue Markt, auf dem Aktien junger Unternehmen aus Wachstumsbranchen gehandelt werden. Die Aktien des Neuen Marktes werden zum geregelten Markt zugelassen.

Neben

der Leitbörse in Frankfurt am Main existieren in Deutschland noch insgesamt sieben Börsenplätze: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

An ihnen werden die Aktien regional bedeutender Unternehmen gehandelt. Ferner haben sich die meisten dieser Regionalbörsen zusätzlich auf bestimmte Marktsegmente (z. B. ausländische Wertpapiere, Optionsscheine, Warentermingeschäfte) spezialisiert.

Börse - Definition & Erklärung - Zusammenfassung

Im Zusammenhang mit dem Lexikoneintrag Börse sollte man sich folgende Punkte merken:

  • Die Börse ist ein staatlich genehmigter und organisierter Markt, auf dem Wertpapiere, Devisen und Waren gehandelt werden.
  • Seit 1999 werden die Aktienkurse an der Börse in Euro notiert.
  • Neben der Leitbörse in Frankfurt am Main existieren in Deutschland noch insgesamt sieben Börsenplätze: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

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